• Mauro

Schweizer KMU sind Dinosaurier

Eine Studie des Institute for Digital Business der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und localsearch zeigt die aktuellen Nöte von Kleinfirmen mit dem digitalen Wandel.

87% aller Schweizer KMU können als «Digitale Dinosaurier» eingestuft werden. Gerade kleineren Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern fehlt die Zeit und das Know-how, um sich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zu befassen. Während bei kleineren Unternehmen oft die Zeit und das Know-how als Gründe genannt werden, zählen bei grösseren Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden neben fehlendem Fachwissen, eine nicht vorhandene Veränderungskultur und unklare Verantwortlichkeiten zu den grössten Herausforderungen. Dabei drohen viele den Anschluss zu verlieren, denn: Wer heute online nicht präsent ist, wird schlicht nicht mehr wahrgenommen.


85% aller Kunden sind im Privaten online präsent. Dem gegenüber stehen 5% aller Unternehmen, welche angeben in den sozialen Medien regelmässig aktiv zu sein. Dies führt zu einem gefährlichen Ungleichgewicht für inaktive Unternehmen. Selbst eine eigene Website zu haben, reicht nicht aus. Wer im Internet nicht oder nur schwer gefunden wird, dem bleiben bestenfalls die Stammkunden erhalten.


Gerade die digitalen Möglichkeiten zur Kundenbetreuung werden fatalerweise oft nicht ausgeschöpft. So zum Beispiel ist es bei 77% der Unternehmen mit terminierbaren Leistungen – wie Coiffeurebetrieben, Physiotherapeuten oder Zahnärzten – heute nicht möglich, online einen Termin zu buchen. Nur gerade jedes dritte Unternehmen verfügt über ein elektronisches Unternehmensprofil. Und selbst wenn eines vorhanden ist, kann es mit mobilen Geräten oft nur umständlich oder gar nicht genutzt werden. Angesichts der Tatsache, dass Smartphones zum Allgemeingut geworden sind, hat dies für die Firmen weitreichende Nachteile.


Ähnlich selten haben sich die heutigen digitalen Möglichkeiten bei den Kleinfirmen im Marketing durchgesetzt. Verständlicherweise verfügen sie kaum über die entsprechenden technischen Ausstattungen, und meist fehlt es ihnen an internem Fachwissen, wie Kunden über die digitalen Kommunikationskanäle angesprochen werden könnten. Vor allem aber haben die kleinen Firmen nicht die finanziellen Mittel, ein eigenes digitales Marketing aufzubauen, wie es in grösseren Unternehmen üblich ist.


Obwohl kaum einer den Stellenwert von Internetpräsenz und Social Media in unserem Privatleben bezweifelt, hinken wir diesem Trend im Geschäftlichen noch hinterher. Es darf gespannt beobachtet werden, wie sich die KMU in der Schweiz anpassen werden und können.




Quelle: HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich AG, https://fh-hwz.ch/news/digital-switzerland-2017, abgerufen am 01.02.2018.

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